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Der kurzweilige und gut recherchierte historische Roman wirft einen Blick auf die Entstehung des modernen Schulwesens im jungen Königreich Württemberg vor 150 Jahren. Hansjörg wählt den, damals nicht einfachen, Weg vom väterlichen oberschwäbischen Bauernhof in die Welt des noch ganz und gar kirchlich geprägten Schulwesens. Noch muss ein Schulmeister beim Pfarrer um Erlaubnis bitten, wenn er die Stadt verlassen möchte, noch richten sich die Schulferien nach den Erntezeiten und noch drangsaliert der Kirchenkonvent die Bevölkerung. Doch im Zuge der 1848er Revolution brechen in Württemberg unter König Wilhelm I. die alten Strukturen auf.

In diesen bewegten Zeiten, geprägt von epochalen Umbrüchen im sozialen, verwaltungsrechtlichen und politischen Bereich macht sich der junge Dorfschullehrer auf, um auf der Schwäbischen Alb, auf den Fildern und schließlich im Hohenlohischen sein berufliches und privates Glück zu suchen und klärt nebenbei noch einen lange zurückliegenden Justizmord auf.

Ein ‚lehrreiches‘ Lesevergnügen im wahrsten Wortsinne – meine Buchempfehlung für den Lesesommer 2016.

Friedrich, Gerd: Der Dorfschulmeister; Silberburg Verlag, Tübingen (2016), ISBN 978-3-8425-1466-9, Taschenbuch 416 Seiten, 14,90 EUR

U_Friederich_DerDorfschulmeister

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