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‚Atenção‘ ist portugiesisch und heißt soviel wie ‚ufpassa‘. Und das muss man in Lissabon sehr wohl, denn hinter den maroden Fassaden der Altstadt lauert das Verbrechen. Die spannende Geschichte um ein unerwartetes Erbe, ein geheimnisvolles Antiquitätengeschäft und einen deutschen Ex-Polizisten auf Trauerbewältigungs-Trip liest sich kurzweilig und lässt tief blicken in die Abgründe einer korrupten portugiesischen Unternehmerdynastie.

Aber kann das was werden, wenn ein schwäbischer Autor den Plot seines Krimis von der Rems an den Tejo verlegt? Besteht das Buch den Reiseführer-Praxistest? Auch ein Literaturblogger braucht mal Urlaub, deswegen hat der kurzerhand das Täschle gepackt und ist ab nach Portugal. Raus aus dem winterlichen Remstal, ab in den Süden an die sonnenverheißende Atlantikküste, auf Städtetrip in die Metropole im äußersten Südwesten Europas. Um nachzuspüren, wie nah das Buch tatsächlich dran ist am Blues – Verzeihung, am Fado der Stadt. Abgetaucht in die Gassen von Lissabon. Und Tatsache, das passt! Die melancholische und doch quirlige Stimmung, der unwiderstehliche Charme der ‚Schönen am Tejo‘ sind in der Story treffend dargestellt, das ist grad wie a bissle Urlaub auf’m Sofäle.

Ein Buch das Lust macht auf weitere Kriminalfälle die aus dem verstaubten Inventar des Antiquariats in der Rua Serpa Pinto auftauchen. Der Folgeband ist für Mai 2017 vom Verlag angekündigt, es bleibt spannend …

Sellano, Luis: Portugiesisches Erbe; Heyne Verlag (2016), ISBN: 978-3-453-41944-5, Taschenbuch, 368 Seiten, 14,99 EUR

sellano

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