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Vor 500 Jahren, bei den Reichstagen 1517 und 1518, eskalierte der Streit zwischen Herzog Ulrich von Württemberg und dem habsburgischen Kaiser Maximilian über die Stellung des schwäbischen Herzogtums innerhalb des Reiches und die privaten Affären des ungestümen Ulrich und führte schließlich zur Vertreibung Ulrichs und zur Annexion Württemberg. 15 Jahre lang residierte ein österreichischer Statthalter von da an in Stuttgart, Württemberg blieb bis 1599 österreichisches Lehen.

Grund genug, über die Grenze auf den habsburgischen Mythos und die wechselvolle Historie unserer Nachbarn zu schauen. Das vor kurzem erschienene, umfangreiche und hervorragend recherchierte Standardwerk zum habsburgischen Kaiserreich bietet eine umfassende Gesamtdarstellung der neueren Geschichte Österreich-Ungarns von 1740 , der Epoche Maria Theresias, und 1918, dem Jahr des Untergangs des habsburgischen Imperiums und einen neuen, unverstellten Blick auf die Völker unter der Herrschaft des österreichischen Doppeladlers in Europas zweitgrößtem Staatengebilde zwischen Südtirol und Mähren, zwischen Galizien und Transsilvanien. Neben den politischen Rahmen Daten wird insbesonders der Alltag der Menschen und die gesellschaftliche Entwicklung im ‚Vielvölkerreich‘ betrachtet.

Wer’s unterm Weihnachtsbaum liegen hatte, kann sich glücklich schätzen – mein Weihnachtsschmöker-Lesetipp für die Zeit zwischen den Jahren.

Judson, Pieter M.: Habsburg. Geschichte eines Imperiums 1740-1918;
667 Seiten mit 40 Abbildungen und 7 Karten, gebunden,
Verlag C. H. Beck, ISBN 978-3-406-70653-0
34,00 € (auch als iBook: 28,99 €)

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