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Im Jahr 1819, in Zeiten, als die Ruinen längst abgegangener Burgen im geistigen Umfeld der Romantik nicht mehr nach ihrem Nutzwert beurteilt oder gar als billige Steinbrüche betrachtet, sondern nach ihrem Wert für die ‚vaterländische‘ Geschichte als steinerne Zeugen einer großen Vergangenheit gesehen wurden, begann am südlichen Albrand ein Bauprojekt, das vor 150 Jahren, am 3. Oktober des Jahres 1867 in einem festlichen Akt durch König Wilhelm I von Preußen eingeweiht wurde: die dritte Burg auf dem Zollerberg.

Die Baugeschichte des Burgbergs über Hechingen geht zurück bis in die Zeit um 1100, als dort die „Krone der Burgen in Schwaben“, die erste Burg der Grafen von Zollern entstand und reicht bis in die Gegenwart, wo das landschaftsprägende Baudenkmal als einer der weltweit ältesten Stammsätze einer bis heute existierenden Adelsfamilie gilt. Die fundierte und spannend zu lesende Dokumentation über die bauliche Entwicklung von der frühmittelalterlichen Zwingburg über das spätgotische Burgschloss bis hin zum Umbau zum Idealbild eines romantischen Märchenschlosses des 19. Jahrhundert unter dem kunstsinnigen preußischen König Wilhelm IV. macht Lust darauf, Das „Schwäbische Neuschwanstein“ neu zu entdecken. Aufwändig bebildert mit vielen historischen und zeitgenössischen Fotografin, Bauplänen und Architekturzeichnungen, spannenden Berichten über die Bauherren und Architekten, spektakulären Blicken hinter die Kulissen eines Gebäudes mit 1000-jähriger Baugeschichte.

Kayser, Christian: Burg Hohenzollern; Hardcover, 224 Seiten, circa 250 4-farbige Fotos und Abbildungen, Südverlag Konstanz, ISBN 978-3-87800-108-9, 24,90 EUR

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